
Misafir türkisch für Besuch, hat seinen Ursprung im arabischen Wort Musafir das Reisender bedeutet. Ein Reisender der zum Gast wird ist Misafir. Aber was bedeutet es immer zu Gast zu sein? Wie kann ich meiner eigenen Annahme, Teil dieser Gruppe zu sein, trauen? Als postmigrantischer Mensch ist die Frage nach einer Zugehörigkeit allgegenwärtig. Die Arbeit begibt sich in die Ambiguität der Einladung und der Abstoßung. In einem Limbo indem es nicht mehr möglich ist klar zu deuten, wie die Situation zu interpretieren ist. Die fragmentarischen Fotografien erzeugen einen emotionalen (nicht-)Raum der unmöglich in einem klaren Narrativ gefasst werden kann und der einer Fluktuation im Moment des Betrachtens unterliegt. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Fotografien bleiben flüchtig und lösen sich ebenso schnell wieder auf wie sie entstanden sind, um Raum zu schaffen, für neue Assoziationen die so individuell sind wie das Gefühl selbst zu Gast zu sein.
Misafir, Turkish for guest, has its origins in the Arabic word Musafir, which means traveler. A traveler who becomes a guest is Misafir. But what does it mean to always be a guest? How can I trust my own assumption of being part of this group? As a post-migrant individual, the question of belonging is ever-present. The work delves into the ambiguity of invitation and rejection. In a limbo where it is no longer possible to clearly discern how the situation should be interpreted. The fragmentary photographs create an emotional (non-)space that cannot possibly be contained within a clear narrative, and which is subject to fluctuation at the moment of viewing. The connections between the individual photographs remain fleeting and dissolve just as quickly as they emerged, to make room for new associations that are as individual as the feeling of being a guest oneself.









